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Indische Eliten

Dieses Thema im Forum "Asien allgemein" wurde erstellt von FireBee, 21 März 2011.

  1. FireBee

    FireBee New Member

    Die indischen Universitäten bringen eine gut ausgebildete Elite hervor, die die englische Sprache perfekt beherrscht. Wie steht ihr dazu? Ist das für Europäer mit ihrem vergleichsweise hohem Preisniveau eine Bedrohung, oder kann es eher zu Synergieeffekten kommen?
     
  2. asiafan

    asiafan New Member

    Ich kann mir eher weniger vorstellen, dass uns Inder die Arbeitsplätze wegnehmen, dazu sind die Sprachbarrieren zu hoch, mit englisch allein kommen die auch nicht weiter, eher in den USA. Wir sollten die Leistungen dort viel mehr als Ansporn ansehen.
     
  3. ellie

    ellie New Member

    Hey
    Ich glaube das jedes Land Eliten hervorbringt, jeder der hart lernt hat es auch verdient einen guten job zu bekommen ob das jetzt ein Inder oder Russe ist oder? Und ich galub auch nicht da unsere jobs gefärdet sind.
    by ellie
     
  4. Lifthrasir

    Lifthrasir Member

    Hallo FireBee,

    Zuerst einmal zur Begreiffsbestimmung von "Synergieeffekten" - im Wirtschaftslexikon wird der Begriff mit Wettbewerbsvorteilen durch Kostenersparnisse definiert und Wikipedia sagt folgendes: "Unter Synergieeffekten sind Auswirkungen zu verstehen, die sich infolge des Zusammenwirkens in der Realität ergeben. Grundsätzlich kann das Synergiepotenzial beziehungsweise der Synergieeffekt günstig, neutral oder ungünstig sowie für jeden der Akteure unterschiedlich ausfallen."
    Beide Definitionen sind haben unterschiedliche beschreibenden Charakter, aus dem Zusammenhang denke ich, dass Du die Definiton aus dem Wirtschaftslexikon in Deinem Beitrag meinst.

    Bedrohung oder Wettbewerbsvorteile durch eine Ausblidung englisch sprachiger Elite in Inden in Bezug auf Europa? In welchem Wirtschaftssektor?
    Englisch sprechende gut ausgebildete Angestellte können nur im Service Bereich eingestezt werden, denn in allen anderen wirtschaftlichen Bereichen, gerade der produzierenden Industrie, sind gute Sprachkenntnisse zwar hilfreich, jedoch nicht ausschlaggebend.
    Indien fehlt es nicht nur an Infrastruktur, sondern auch an der Arbeitsmoral, sprich der kontinuierlichen und exakten Ausübung von Arbeitsprozessen. Beide Mängel im wirtschaftlichen Sektor konnte ich 2007/08 aus sicherer Entfernung beobachten, als wir einen Auftrag für einen Großkunden abwickelten, der in Indien Aufgrund örtlich günstiger Materialbeschaffung abgewickelt/produziert werden sollte. Die Produktion des Auftrages wurde wegen der fehlenden Arbeitsmoral letztendlich nur auf die Containerverladung der einzelnen Komponenten beschränkt, da Arbeiter, nachdem sie den wöchentlichen Lohn erhielten, am nächsten Tag einfach nicht mehr am Arbeitplatz erschienen. Und verladenen Container benötigten Aufgrund der schlechten Strassenverhältnisse für 200km Distanz, vom Lagerort bis zum Hafen, 4 Tage.

    Meiner Meinung nach ist und bleibt die größte Bedrohung für europäische produzierende Wirtschaftsbereiche der fernöstliche Teil Asiens (China, Korea, Japan, Taiwan, Vietnam), der trotz steigender Mindestlöhne und höheren Anforderungen an das soziale Umfeld der Arbeiter immer noch Wettbewerbsvorteile durch Kostenersparnisse im Lohnniveau gegenüber Europa anführen können. Doch durch die höheren Transportkosten wird Osteuropa immer attraktiver für die produzierende Industrie, das spührt auch Asien schon.
    Indien kann, nach meinen Ansichten, nur im Berich Online-Service mit der englisch sprachigen Elite glänzen, ein nicht zu verachtender Industriezweig, jedoch nicht einer der Hauptindustriezweige von Europa, sondern eher dem amerikanischen Staaten zuzurechnen.

    Einen augenaufhaltenden Gruß vom Lifthrasir aus dem Land der unmöglichen Möglichkeiten, nicht aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten ;)
     

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