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Proteste in China nach den Umstürzen/Unruhen im arabischen Raum


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Obwohl es keine Zeichen gibt für Unruhen in China ist die chinesische Führung nach den Vorgängen im arabischen Raum äusserst nervös. Einige Blogeinträge reichen schon aus um ein Grossaufgebot an Polizei aufmarschieren zu lassen, über Nacht "Baustellen" aufzubauen vor Treffpunkten und vieles mehr:

 

Tausende Polizisten jagen eine Blume - Bericht von Johnny Erling aus Peking vom 27.2.2011:

http://derstandard.at/1297819062176/Tausende-Polizisten-jagen-eine-Blume

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  • 4 Monate später...
Mann, müssen die Angst haben! Und das zu Recht. Wie man beim Mauersturz 1989 in der Bundesrepublik gesehen hat, kann man Demokratie nicht aufhalten. Früher oder später müssen das auch die Chinesen, bzw deren Obrigkeit begreifen!

 

Ein so großes Land wie China ist nicht mit Deutschland zu vergleichen, das nach der Wiedervereinigung der BRD und DDR doch nur eine mittlere Provinz China's darstellen würde. China hat sich erst mit Deng XiaoPing nach jahrtausendlanger selbstgewählter Isolation begonnen dem Rest der Welt zu öffnen. Eine politische Situation, die sich in Europa seit dem Mittelalter langsam entwickeln konnte kann in China nicht innerhalb weniger Jahrzehnte in einem Milliardenvolk umgesetzt werden.

Die Ausbildung der meisten Chinesen ist immer noch als dürftig anzusehen. Die Meinungen und Ansichten sind nicht so einfach zu ändern. In den Köpfen der Menschen hat Mao Zedong ebenso noch Platz wie die Kaiserzeit. Dieses Volk in die Demokratie zu drängen würde pure Anarchie bedeutet. Das Volk und das Land ist für uns Europäer so unvorstellbar groß, dass es Dorfälteste gibt, die von den Dorfeinwohnern immer noch im Status eines Königs gesehen werden, was der Dorfälteste sagt ist Gesetz, obwohl Beijing und die Regierung Gesetze erlassen hat. Bestechungen sind an der Tagesordnung wie bei uns das Verteilen von Strafzetteln wegen Falsch-Parken und keiner der beiden Seiten unternimmt etwas dagegen, denn der Bestechende hat Angst seine Vorteile zu verlieren und der Bestochene möchte weiterhin sein Extrageld bekommen.

 

So sind sie nun einmal, die Chinesen. Alles was ihre innere Ordnung und starre Strukturen nur im entferntesten gefährden könnte, ist erst einmal verdächtig. Das war schon immer so, das wird noch lange Zeit so bleiben.

 

Die "starren Strukturen" und das Festhalten sind in der Kultur und Tradition verankert. Als ein Pfeiler der Kultur gelten die Lehren Konfusius und der lehrte sich stets auf die Vergangenheit, die Tradition und das Alt-Bewährte zu besinnen.

Die Europäer haben durch ihr Verhalten während der Opiumkriege und der Boxeraufstände auch nicht zum Vertrauen auf den westlichen, demokratischen Weg beigetragen. Alle diese Umstände sind bei der Bewertung des Verhaltens der Chinesen ebenso zu berücksichtigen, wie die jahrtausend alte gelebte Kultur, die durch die Isolierung Chinas als endemisch zu bezeichnen ist.

Als in Europa noch "Wilde" speerschwingend und sich durch Grunzlaute sich verständigende Menschen durch die Wälder gelaufen sind, verfassten chinesische Dichter in Häusern poetische Reime und brachten sie den applaudierenden Höflingen zu Gehör brachten.

 

China ist kein Volk der Individualisten so wie es die Europäer pflegen, können sich die Massen der Menschen auch gar nicht erlauben, soll nicht Chaos und Totschlag das chinesische Alltagsleben prägen! Die Niederschlagung von Aufständen oder Protesten Weniger im Vergleich der Gesamtheit des Volkes, mag in unseren Augen brutal und menschenverachtend sein, doch in den Augen der Chinesen ist dies ein notwendiger Zug um den Frieden im Land unter den Milliarden Menschen zu gewährleisten. Könntet ihr euch vorstellen, was ein Bürgerkrieg in China für die Welt bedeuten würde, wenn ein Drittel der Weltbevölkerung beginnt sich gegenseitig zu bekriegen?

Ich kann mir das auch nicht vorstellen - und möchte das auch nicht!

 

Ich bin Gast in diesem Land, mir steht es nicht zu meine Gastgeber zu verurteilen besonders dann nicht, wenn ich deren Lage nicht im Geringsten erfassen und verstehen kann...

 

...einen in sich gekehrten Gruß aus dem Land der Mitte vom Lifthrasir

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